Sehenswürdigkeiten in Cottbus

Sehenswürdigkeiten in Cottbus


Kraftwerk Jänschwalde

In der Niederlausitz ist riesiges Braunkohlevorkommen. Für die ehemalige DDR bedeutete das „Braune Gold“ Segen und Fluch gleichermaßen. Die meisten Menschen, die den Namen Cottbus hören, denken zuerst an Energie. Das liegt schon alleine an den Fussballclub von Cottbus, Energie Cottbus. Er spielt in der Bundesliga. Wenn man wissen möchte, woher der Name des Fussballclubs kommt, muss man weit in der Zeit zurück gehen, als Deutschland noch geteilt war. Die Braunkohlewerke lieferten damals einen großen Teil der Energie für die DDR. Die Menschen in der Stadt lebten vorwiegend von der Energiegewinnung. Daher nannten sie einfach den Fussballclub der größten Stadt Energie Cottbus. Die Braunkohlegewinnung hatten Vor- und Nachteile für die Menschen in dem Ort. Sie sorgte für Arbeitsplätze, die auch sicher waren. Der Nachteil war, dass viele Menschen ihre Häuser und Gärten verloren. Um die Braunkohle abzubauen, wurden von 1945 bis 1989 in der Niederlausitz mehr als 70 Häuser abgerissen. Es wurden mehr als 22.000 Menschen umgesiedelt. Sie wurden in billig hochgezogenen Wohnblocks untergebracht., in denen sie sich nicht heimisch fühlen konnten. Nach dem Abriss der Häuser kam der Bagger und die Braunkohle wurde im Tagebau gefördert. Es entstanden an manchen Orten bis zu 300 Meter tiefe Krater. Nach Abzug der Bagger sahen diese wie öde Moorlandschaften aus. Seit mehreren Jahren wird für die Natur und die Landschaft in Cottbus sehr viel getan. Die ehemaligen Bergbaugebiete sollen wieder lebenswert werden. Große Teile der Landschaft werden geflutet, um künstliche Seen entstehen zu lassen. Es ist geplant, hier die größte künstliche Seenlandschaft Europas zu erschaffen. Es soll viele Möglichkeiten für Urlauber und Touristen geschaffen werden.


Staatstheater

Cottbus ist Sitz des einzigen Staatstheaters des Landes Brandenburg. Das beeindruckende Jugendstilgebäude ist gleichzeitig das einzige Jugendstil-Theater Deutschlands. Dass dieses Theater überhaupt gebaut wurde, hat seinen Grund in den Wünschen der Bürger von Cottbus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts florierte die Textilindustrie in der Stadt, wodurch die wirtschaftliche und auch politische Stellung des Bürgertums in den Vordergrund rückte. Nachdem der Ruf der Bürger nach einem Stadttheater immer lauter wurde, beschloss die Stadtverordnetenversammlung im November 1905 den Bau eines solchen Theaters, wodurch die erreichte Stellung der Stadt auch kulturell repräsentiert werden sollte. Den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewann der Berliner Architekt Bernhard Sehring. Dieser verlieh dem Gebäude eine eigene unverwechselbare Note, indem er bei dem Jugendstil-Bau geschickt Architektur, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik in Einklang brachte. Nach nur 16 Monaten Bauzeit konnte das Theater seinen Betrieb aufnehmen. Mit Lessings Schauspiel „Minna von Barnhelm“ wurde das Haus 1908 feierlich eröffnet. Allerdings zeigte sich bald, dass die Cottbuser musikalische Aufführungen dem Schauspiel vorzogen. Nachdem zunächst kein eigenes Opernensemble zur Verfügung stand, wurde vom 1. Intendanten zunächst die „Monatsoper“ eingeführt, d. h. dass jeweils am Ende der Spielzeit 1 Monat lang mit Gästen aus fremden Häusern nur Opern aufgeführt wurden. Erst ab 1912 gab es ein eigenes Orchester und Opernensemble. Während des 2. Weltkrieges hatte das Cottbuser Theater noch einen anderen Verwendungszweck – es wurde als Munitionslager zweckentfremdet. 1945 sollte das Gebäude gesprengt werden, was jedoch durch die Bürger der Stadt verhindert werden konnte. Während der 80er Jahre wurde das Gebäude aufwendig rekonstruiert, Schäden beseitigt und technische Neuerungen integriert, sodass 1986 eine feierliche Wiedereröffnung möglich war. 1992 schließlich erfolgte die Ernennung zum Staatstheater. Mit seinem vielfältigen und künstlerischen Programm erfreut sich das Theater auch überregional großer Anerkennung.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Cottbus

Bundesland:
Brandenburg

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
70 m ü. NN

Fläche:
164,28 km²

Einwohner:
101.671

Autokennzeichen:
CB

Vorwahl:
0355

Gemeinde-
schlüssel:

12 0 52 000

Firmenverzeichnis für Cottbus im Stadtportal für Cottbus